Zelda Sayre Fitzgerald wurde 1900 in Montgomery geboren und heiratete mit 19 Jahren Scott Fitzgerald. Beider Leben war auschweifend, mondän und turbulent und spitle sich zwischen New York, Paris und die franzöischen Riviera ab.

Dieses Buch vereint Erzählungen, die Zelda ab 1922 meist als Zeitschriftenartikel und oft unter dem Namen ihres Mannes veröffentlichte.

Wie der Titel vermuten lässt, geht es in den leichten, pointierten Erzählungen um Frauen mit gehobenen Ansprüchen und großen Ambitionen.

"Ich merkte gleich, wie gut sie hierher passte, sie war so leicht und luftig, als hätte sie schon vor langer Zeit erkannt, dass sie dekorativ und unterhaltsam war und nicht auf der Welt, um Wesentliches zum Allgemeinwohl beizutragen."

Nicht immer sind die Protagonistinnen der Geschichten reich, aber eines vereint sie: sie wollen es sein. Ihnen gehören die funkelnden Nächte in Theatern und Lokalen der 20er Jahr. Und natürlich gibt es eben nicht immer Himbeeren mit Sahne. Oft genug gehen die Geschichten schlecht aus, enden sogar mit dem Tod.

Zelda Fitzgerald schlägt dabei einen Ton an, der so voller feiner Ironie ist, wie er gleichsam mit danz ausgefallen, großartigen Sprachbildern die Situationen zu beschreiben vermag, dass es ein großartiges Vergnügen ist, dieses Buch zu lesen.

"Dans Mutter war so knapp, abweisend und schwarz-weiß wie eine Buchseite."

"Der Scheinwrferstrahl gleicht einem Fernroh, das einen runden Ausschnitt der Wirklichkeit herborhebt. Er stößt herab zwischen vergoldete Stuhlbeine und viele Schichten aus Qualm, zwischen die bauschigen Säume der Sommerkleider und scharfen Falten aus schwarzem Stoff, bis er zuletzt als transparenter Kegel auf dem glänzenden Boden landet wie der Hut eines Taschenspielers."

"Sie gönnte sich....Unterwäsche, in der man tot aufgefunden werden möchte."

"Sie war viel zu jung, um sich diese Art von Körpersprache auf legale Weise angeeignet zu haben."

"...wo der Fluss sich dahinzieht wie das Farbband einer Schreibmaschine, die der Stadt ihr eigenes Alphabet aufdrückt."

"Melodische Taxihupen bliesen den verschlafenen Sonntag in den engen Straßen vor sich her, während meine Sohlen auf dem gehweg, leise den Takt dazu schlagen."

So ließe sich endlos zitieren und dennoch vermögen diese kurzen Ausschnitte nicht den Phatasiereichtum der Sprache wiedergeben, der von Eva Bonné so glänzend übersetzten Texte.

Und auch wenn am Ende das Schicksal oft hart und ungerecht ist oder die Ansprüche so maßlos, bleibt die Erkenntnis und Nostalgie an eine so wunderbare Zeit, in der man so ganz ohne Smartphone und Internet sich glänzend unterhalten konnte und Stil, Form, aristokratisch-bohemenhafte Lebensweise angesagt waren.

Ein Buch, das großen Lesegenuss verspricht.