Howard Shore ist bestenfalls Cineasten bekannt, weil er zwei Oscars bekommen und u.a. die Filmmusik zu Herr der Ringe komponiert hat.

Das sagt viel oder wenig, je nachdem, aus welcher Position man es betrachtet. Ob das Talent oder die Neigung zur klassichen Musik in die Wiege gelegt wurden, beim Studium oder im Laufe des Lebens erwachten ist unbekannt. Aber sie sind unwiderlegbar da. das beweist eine neue CD, die eben erschienen ist. Schon allen dass Solisten wie Lang Lang und Sophie Shao hier mitwirken müsste aufmerken lassen.

ZWO CONCERTIS

Howard Shore hat 2 Solokonzerte auf dieser CD veröffentlicht.

Ruin & Memory heißt sein Konzert für Klavier und Orchester

Shore folgt hier der klassischen Konzertform der romatischen Konzertliteratur. Seine Klangwelt ist wuchtig, der Solopart perlt wie bei Chopin, die Streicher schmelzen wie bei Rachmaninoff. Trotzdem ist Harmonik nicht verstaubt. 

Mythic Gardens heißt sein Konzert für Cello und Orchester

Auch hier zeigt Shore dass er den Werzeugkasten klassisch-romatischer Kompositionstechnik beherrscht. Bisweilen wandert er stilistisch zwischen Wiener Klassik und Spätromatik etwas umher, was aber aus heutiger Perspektive kein Nachteil ist. Virtuos ist seine Orchestrierung.

Gespielt werden beide Konzerte werden vom China Philharmonic Orchestra mit viel Wärme gespielt.

Eine Entdeckung und ein Hörgenuss.