Eine ganz wunderbar poetische Novelle.

Die Handlung spielt 1920 in einem kleinen englischen Dorf. Und es beginnt ein wenig wie beim Besuch der alten Dame. Nur hat die Verblichene zur Bedingung für das Erbe zwei seltsame Aufgaben für den Pfarrer gemacht: ein übermaltes Deckengemälde in der Kirche und das Skellett eines Selbstmörders vor dem Kirchhof sollen wiederhergestellt werden.

Der Restaurator und der Knochengräber, zwei aus dem Krieg übrig gebliebene, gestrandete Menschen finden einen englischen Spätsommer voller Ruhe und Kotemplation, der eine wohnt im Glockenturm, der ander in einem Zelt auf dem Friedhof. Gesprochen wird wenig.

Aber gleichsam wie der Restaurator Schicht für Schicht das Bildnis eines wahren Meisters entdeckt, so entblättern sich Menschen, Geheimnisse, Vertraulichkeiten. Und das auf eine wunderbar poetische Art und Weise erzählt, mit angenehmer Melancholie.

Wer noch etwas dem schönen Spätsommer nachspüren möchte, der sollte unbdedingt dieses Buch lesen.